Toledo
Duell der Klingen !
Was Solingen heutzutage für das Küchenmesser ist, war fünf Jahrhunderte früher Toledo für elegante Hieb- und Stichwaffen. Wobei der Vergleich hinkt: Wahrscheinlich wurde ein Degen nur selten zum Kartoffel-Schälen eingesetzt.
Spielziel ist die Herstellung wertvoller Schwerter und deren Transport zum Alcazar-Palast. Der Spielplan zeigt einen kurvigen, weitgehend leeren Laufweg, der sich vom Startfeld „Kathedrale“ zum Zielfeld „Palast“ durch Toledo schlängelt. Jeder Spieler ist mit acht Geschäftetafeln und fünf Spielfiguren in seiner Farbe ausgestattet. Hinzu kommen fünf Geldkarten.
Wer „dran ist“, kann entweder zwei Geldkarten nachziehen, eine Geschäftetafel auf ein leeres Feld des Laufwegs legen oder eine Spielfigur bewegen und in der Folge eine so erreichte Geschäftetafel nutzen. Zum Bewegen wird eine Geldkarte offen abgelegt. Der aufgedruckte Geldwert entspricht der Zahl der (nur vorwärts) zu wandernden Felder. Bewegungen müssen auf einer beliebigen Geschäftetafel enden. Diese Tafeln bieten entweder Platz für eine oder zwei Figuren. Ist ein Platz frei, darf ich, je nach Geschäftsart, einen Metallbarren oder einen Edelstein erwerben, ein Schwert schmieden, wenn ich das Material hierfür bereits habe, oder Fechten üben. Lande ich in der Taverne, ziehe ich drei Geldkarten nach. Bin ich beim Künstler angekommen, erhalte ich ein Gemälde, das Siegpunkte bringt. Gehört die Geschäftetafel einem Mitspieler, muss ich ihre Nutzung mit Geldkarten bezahlen. Eigene Geschäfte nutze ich gratis.
Ist im Geschäft kein Platz mehr frei, kommt es zum Duell. Keine Sorge! Niemand wird verletzt! Duelle entscheiden sich durch Kartenziehen. Geübte Fechter haben dabei höhere Trefferchancen. Wer zwei Treffer setzt, darf bleiben. Der „gelöcherte“ Verlierer muss zum Startfeld zurück.
Schafft es eine Spielfigur bis zum Palast, darf der Spieler dort eines seiner gefertigten Schwerter abgeben (= unter die Figur legen). Hierfür erhält er zum Spielende Siegpunkte, die um so höher ausfallen, je prächtiger das Schwert ist. Das Spielende wird eingeläutet, sobald ein Spieler seine dritte Figur in den Palast gesetzt hat.
Toledo ist ein schön gestaltetes, gut zugängliches taktisches Laufspiel mit leichtem Glücksfaktor, überschaubarer Spieldauer und hohem Wiederspielreiz. Es ist schnell zu erlernen und gut als Familienspiel geeignet. Nicht wenige Kinder werden sicher ihre Freude daran haben, die Eltern im Duell der Klingen zu besiegen. (HP)
Was Solingen heutzutage für das Küchenmesser ist, war fünf Jahrhunderte früher Toledo für elegante Hieb- und Stichwaffen. Wobei der Vergleich hinkt: Wahrscheinlich wurde ein Degen nur selten zum Kartoffel-Schälen eingesetzt.
Spielziel ist die Herstellung wertvoller Schwerter und deren Transport zum Alcazar-Palast. Der Spielplan zeigt einen kurvigen, weitgehend leeren Laufweg, der sich vom Startfeld „Kathedrale“ zum Zielfeld „Palast“ durch Toledo schlängelt. Jeder Spieler ist mit acht Geschäftetafeln und fünf Spielfiguren in seiner Farbe ausgestattet. Hinzu kommen fünf Geldkarten.
Wer „dran ist“, kann entweder zwei Geldkarten nachziehen, eine Geschäftetafel auf ein leeres Feld des Laufwegs legen oder eine Spielfigur bewegen und in der Folge eine so erreichte Geschäftetafel nutzen. Zum Bewegen wird eine Geldkarte offen abgelegt. Der aufgedruckte Geldwert entspricht der Zahl der (nur vorwärts) zu wandernden Felder. Bewegungen müssen auf einer beliebigen Geschäftetafel enden. Diese Tafeln bieten entweder Platz für eine oder zwei Figuren. Ist ein Platz frei, darf ich, je nach Geschäftsart, einen Metallbarren oder einen Edelstein erwerben, ein Schwert schmieden, wenn ich das Material hierfür bereits habe, oder Fechten üben. Lande ich in der Taverne, ziehe ich drei Geldkarten nach. Bin ich beim Künstler angekommen, erhalte ich ein Gemälde, das Siegpunkte bringt. Gehört die Geschäftetafel einem Mitspieler, muss ich ihre Nutzung mit Geldkarten bezahlen. Eigene Geschäfte nutze ich gratis.
Ist im Geschäft kein Platz mehr frei, kommt es zum Duell. Keine Sorge! Niemand wird verletzt! Duelle entscheiden sich durch Kartenziehen. Geübte Fechter haben dabei höhere Trefferchancen. Wer zwei Treffer setzt, darf bleiben. Der „gelöcherte“ Verlierer muss zum Startfeld zurück.
Schafft es eine Spielfigur bis zum Palast, darf der Spieler dort eines seiner gefertigten Schwerter abgeben (= unter die Figur legen). Hierfür erhält er zum Spielende Siegpunkte, die um so höher ausfallen, je prächtiger das Schwert ist. Das Spielende wird eingeläutet, sobald ein Spieler seine dritte Figur in den Palast gesetzt hat.
Toledo ist ein schön gestaltetes, gut zugängliches taktisches Laufspiel mit leichtem Glücksfaktor, überschaubarer Spieldauer und hohem Wiederspielreiz. Es ist schnell zu erlernen und gut als Familienspiel geeignet. Nicht wenige Kinder werden sicher ihre Freude daran haben, die Eltern im Duell der Klingen zu besiegen. (HP)




