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Agricola-Die Bauern und das liebe Vieh

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  • Autor Uwe Rosenberg
  • Grafik Klemens Franz
  • Verlag Lookout Games
  • Anzahl 2 / ab 10 Jahren
  • Dauer 30min +
  • Jahr 2012
 

Einkaufstipp!!!

 

 

 

 

 

Agricola für zwei!

Fünf Jahre nach dem „großen“ Agricola erscheint dieses Jahr ein speziell auf zwei Spieler zugeschnittener Ableger: Die Bauern und das liebe Vieh. Doch was hat das „kleine“ Agricola zu bieten?
Im Gegensatz zum „großen“ Agricola, bei dem die Spieler das gesamte Leben einer Bauernfamilie verwalten, geht es beim „kleinen“ Agricola nur um die Viehzucht.
Es werden Schafe, Schweine, Pferde und Rinder gezüchtet, das Grundstück vergrößert und Weidezäune, Futtertröge, Ställe und dergleichen mehr errichtet.

Doch wie läuft das Spiel ab?
Am Anfang des Spiels bekommt jeder Spieler einen eigenen Hofplan. Dieser zeigt am Anfang ein Gebäude und leere Weidefelder. Zwischen den Spielern liegt ein weiterer Spielplan, der die möglichen Aktionen der Spieler zeigt. Außerdem erhält jeder Spieler drei Arbeiter (Holzmarker), die er jede Runde aufs Neue auf dem mittleren Plan einsetzt. Das eigentliche Spiel verläuft dann über acht Runden, in denen beide Spieler jeweils drei Aktionen haben. Mögliche Aktionen sind: Rohstoffe und/oder Tiere erhalten, Futtertröge, Zäune oder Gebäude errichten oder seine Hoffläche zu vergrößern.

Dabei ist zu bedenken, dass das Errichten von Trögen, Zäunen und Gebäuden meist Rohstoffe kostet und dass Tiere einen Ort benötigen, an dem sie unterkommen können (eingezäunte Weiden, Gebäude,…). Dadurch, dass einige Aktionsfelder vor jeder Runde neu aufgefüllt werden, auch wenn noch Tiere/Rohstoffe aus der Vorrunde dort liegen, ändert sich die Situation von Runde zu Runde. Manche Aktionen sind in der einen Runde attraktiver sind als in der anderen, weil es mehr oder weniger Tiere/Rohstoffe zu holen gibt. Das führt auch dazu, dass die Spieler nicht völlig unabhängig von einander spielen. Durch die Konkurrenz um die gerade interessantesten Felder kommt sogar ein wenig Interaktion auf. Nach jeder Runde vermehren sich dann noch alle Tiere, von deren Art man mindestens zwei Exemplare hat.

Am Ende der achten Runde gibt es dann die alles entscheidende Punktwertung. In dieser gibt es einen Punkt pro Tier und pro Gebäude die Punkte, die auf dem Gebäude aufgedruckt sind. Außerdem gibt es noch Boni und Mali für besonders viele bzw. besonders wenige gleichartige Tiere und einen Bonus für zugekaufte und völlig genutze Flächen.
Die Ausstattung des Spiels ist ziemlich überzeugend. Die Spielpläne sind aus dicker Pappe und der Großteil des Spielmaterials ist aus Holz.
Insgesamt sind 144 Holzteile enthalten. Einziges Manko ist, dass von allem ein bisschen zu wenig vorhanden ist. Es gibt zwar Pappchips, die dann zum Beispiel vier Holzschafe ersetzen, trotzdem wäre es natürlich schöner gewesen, von jeder Art Spielstein direkt eine ausreichende Anzahl zu haben.
Die Anleitung ist gut verständlich, könnte aber an manchen Stellen ein wenig übersichtlicher sein.

Alles in allem ist „Agricola – Die Bauern und das liebe Vieh“ ein sehr gelungenes 2-Personen-Spiel, dass unter anderem durch eine kurze Spieldauer von circa 30 Minuten überzeugen kann. Außerdem fällt sehr positiv auf, dass jede Partie ein wenig anders verläuft und verschiedene Strategien zum Sieg führen können. Wer ein schnelles, taktisches Spiel für zwei Spieler sucht, sollte unbedingt einen Blick darauf werfen.(AG)

Taktik: Interaktion: Material: Regel: Spielreiz:
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